Achtung:Baustille

Ein partizipatives Geräuschtheater für Menschen ab 3 Jahren

Mitten in der Kita stehen eine Leiter und eine Schubkarre. Ein Werkzeugkasten kracht scheppernd auf den Boden. Leise raschelnd schwebt eine Malerfolie hinterher. „Was hörst Du?“

Mit Abflussrohren und Schraubenschlüssel errichten zwei Performer:innen eine Klangbaustelle. Sie schrauben und klingen, hämmern und tönen. Aus scheinbarem Krach schälen sich Rhythmen heraus, Zange und Säge spielen ein Duett. Das Schmirgeln von Schleifpapier wird zum Wüstensand und der Abflussrohr-Vogel futtert klimpernd einen Mundvoll Schrauben. Doch trotz aller kleinen und großen, schönen und schrägen Geräusche bleibt es für eine Baustelle einfach zu leise – gemeinsam mit dem Publikum bilden die Performer:innen einen Baustellen-Chor für das ganz große Getöse. 

Danach eine Ohrenpause! Ein zärtliches Spachtel-Schlaflied erklingt. Stille. „Was hörst Du“?


„Bau:Stille“ ist eine Performance für Menschen ab 3 Jahren, die sowohl in Kindergärten als auch auf der Bühne aufgeführt wird. Zwei Spieler:innen untersuchen spielerisch die Klangqualität von Baumaterialien und fragen nach der Bedeutung von Klängen und Stille. Kann man sich mit Geräuschen unterhalten? Ist Musik immer schön und Krach immer schrecklich?

Im Vorgang des Bauens wechseln sich Momente des szenischen Vorspiels und des partizipativen  Mitspiels ab. Ganz alltägliche Gegenstände offenbaren überraschende Klänge und wir laden die Kinder ein, mit uns zu lachen, zu lauschen und zu klingen.


Premiere: 25.11.2022

Stückentwicklung/Performance: Kai Fischer und Caroline Heinemann

Musikalische Beratung: Jannis Kaffka

Ausstattung und Außenblick: Cora Sachs